Die Rosacea-Symptome - von Gesichtsrötungen, über Pickel bis hin zu Hautschwellungen

Die Rosacea-Symptome

Erste Anzeichen: Flüchtige Rötungen

Flüchtige, anfallsartige Rötungen im Gesicht, auch (vorrübergehende) Erytheme genannt, sind die typischen Symptome zu Beginn der Erkrankung, die aber oft nicht als Anzeichen für Rosacea erkannt werden. Sie werden durch verschiedene Reize, den sogenannten „Triggern“, ausgelöst. Die Haut ist sehr leicht reizbar, was zu einer starken emotionalen Verunsicherung der Betroffenen führen kann. Das plötzliche Erröten wird auch als „Flush“ bezeichnet und kommt auch bei den folgenden Formen der Rosacea in unterschiedlicher Häufigkeit vor.

Anhaltende Gesichtsrötungen: die Rosacea erythematosa-teleangiectatica

Rosacea-Symptom - Anhaltende Gesichtsrötungen

Die Gesichtsrötungen – vornehmlich, aber nicht zwingend gleichzeitig auf Stirn, Nase, Kinn und Wangen – treten länger anhaltend oder dauerhaft auf. Zusätzlich werden erweiterte Äderchen, die sogenannten „Teleangiektasien“, sichtbar. Die Form dieser Rosacea heißt dann auch entsprechend Rosacea erythematosa-teleangiectatica. Oft wird für die erweiterten Äderchen auch der Begriff „Couperose“ benutzt. Die meisten Patienten berichten über Brennen, Stechen, Juckreiz oder auch Trockenheit und das Schuppen der betroffenen Hautstellen.

Papeln (Knötchen) und Pusteln (Eiterbläschen): die Rosacea papulopustulosa

Rosacea-Symptom – Pickel und Knötchen

Ein weiteres Symptom der Rosacea, neben Gesichtsrötungen, sind sichtbare Hautentzündungen wie Papeln und Pusteln – die sogenannte Rosacea papulopustulosa. Die entzündlich geröteten Papeln (Knötchen) und/oder Pusteln (Eiterbläschen) sind in der Regel symmetrisch angeordnet, können die oben beschriebenen anhaltenden Gesichtsrötungen begleiten und treten immer wieder auf. Selten können auch Brust, Hals, Dekolleté oder die Kopfhaut betroffen sein. Vorsicht: Diese Form der Rosacea wird oft mit Akne („Acne vulgaris“) verwechselt. Im Gegensatz zur Akne sind die Papeln und/oder Pusteln allerdings keine Folge von entzündeten Talgdrüsenfollikeln; es treten auch keine Mitesser (sog. Komedonen) auf. Für Akne wiederum sind flächige Gesichtsrötungen untypisch.

Hautverdickungen und/oder Schwellungen: glandulär-hyperplastische Rosacea

Rosacea-Symptom - Hautverdickungen und/oder Schwellungen

Vor allem bei Männern die unter Rosacea leiden, kann es zur Bildung eines sogenannten Phyms kommen. Phyme sind Bindegewebs- und Talgdrüsenverdickungen, die bei Männern gehäuft im Bereich der Nase auftreten. Entsprechend ihrer Lokalisierung werden sie „Rhinophym“ genannt (Rhino kommt aus dem griechischen und heißt „die Nase betreffend“) und sind im Sprachgebrauch auch als Knollennase bekannt. Medizinisch heißt diese Form glandulär-hyperplastische Rosacea. „Phyme“ können auch an Kinn/Kiefer, Stirn, Ohr und Augenlid vorkommen.

Übrigens:

Die Rosacea ist eine sehr individuelle Erkrankung, die bei jedem Patienten ganz verschieden verläuft. Manche Betroffene leiden „nur“ unter Gesichtsrötungen, bei anderen treten zudem Papeln und Pusteln auf oder es kommt zu Hautverdickungen und/oder Schwellungen (Phymen), ohne dass zuvor andere Symptome dieser Erkrankung aufgetreten wären. Wichtig für alle Betroffenen ist der regelmäßige Hautarztbesuch und vor allem die konsequente Anwendung der medikamentösen Therapie („Behandlung“). Inzwischen gibt es spezielle Medikamente, um die einzelnen Formen der Rosacea gezielt zu behandeln. Zudem können Betroffene durch eine persönliche Ausrichtung ihres Lebensstils viel dafür tun, um die Symptome einzudämmen. Hierzu zählt die Vermeidung von persönlichen Auslösern wie Stress, UV-Strahlen, scharfe Gewürze oder zu kalte oder heiße Getränke.

Rote Augen – kranke Haut

Rote Augen bei Rosacea

Leiden Sie unter trockenen, brennenden, geröteten oder tränenden Augen? Dann könnte es sein, dass auch Sie an Rosacea leiden. Die genannten Anzeichen an den Augen können allein oder zusammen mit den Rosacea-Symptomen der Haut auftreten.


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