Bei Rosacea mit Vorurteilen aufräumen

14.05.2019

Düsseldorf – 14. Mai 2019 – Viele der rund 10 Millionen Rosacea-Patienten in Deutschland haben mit Vorurteilen zu kämpfen, denn ihre Krankheit ist für jedermann sichtbar. Die typischen Symptome im Gesicht wie anhaltende Rötungen, Eiterpickel und entzündliche Knötchen führen dazu, dass Betroffene immer wieder mit neugierigen Blicken oder unangebrachten Reaktionen ihrer Umwelt konfrontiert werden. Was dies für den Alltag von Rosacea-Patienten bedeutet und wie Betroffene sich selbst und ihrem Umfeld dabei helfen können, mit diesen Vorurteilen aufzuräumen, erläutern wir hier.

Vorurteile sind eine starke Belastung für Menschen mit Rosacea

Wer einen Menschen mit einem knallroten, entzündeten Gesicht sieht, denkt sich vielleicht „Das ist bestimmt ansteckend, ich halte besser mal Abstand“. Oder Rosacea-Betroffene werden aus dem Nichts heraus mit Behauptungen wie „Du hast wohl gestern zu tief ins Glas geguckt!“ oder „Kauf Dir mal eine gute Sonnencreme!“ angesprochen. Diese Vorurteile führen oft zu einer enormen emotionalen Belastung. Wie die Studie „Face Values – Global Perceptions“1,2, eine internationale Befragung, an der in Deutschland 1.000 Personen teilnahmen, zeigte: Menschen mit Rosacea werden von ihrem Umfeld oft negativer wahrgenommen als Menschen ohne Gesichtsrötungen. Nur basierend auf dem ersten Eindruck kommen zum Beispiel Rosacea-Betroffene weniger für eine mögliche Freundschaft in Frage als Personen ohne Gesichtsrötungen (52 % vs. 71 %)1,2. Mit Blick auf den Beruf zeigte die Studie, dass Menschen eher Personen ohne Gesichtsrötungen einstellen würden, als solche mit Gesichtsrötungen (87 % vs. 65 %)1,2. Auch die Ergebnisse der weltweiten Online-Befragung „Rosacea: Beyond the visible“3 (online einsehbar unter: https://www.rosacea-info.de/leben-mit-rosacea) mit über 700 Rosacea-Patienten belegen, dass die Krankheit einen großen Einfluss auf die Lebensqualität hat. Jeder dritte Befragte berichtete von einem Verlust an Selbstvertrauen, jeder vierte Patient ist verärgert und jeder zehnte Betroffene fühlt sich entmutigt bzw. niedergeschlagen aufgrund der Rosacea-Symptome.3 

„Säufernase“ – ganz ohne Alkohol 

Neben Rötungen, Papeln und Pusteln kann es bei Männern mit Rosacea zur sogenannten „Knollennase“ kommen. Die knollenartige Hautverdickung der Nase entsteht durch Vergrößerungen der Talgdrüsen. Das Problem dabei: Im Volksmund wird dieses Symptom oft fälschlicherweise mit einer „Säufernase“ assoziiert.  Die Träger eines „Rhinophyms“, so der medizinische Begriff, sind allerdings keinesfalls dem Alkohol in Übermaßen zugeneigt. Die aufgedunsene, von Äderchen durchzogene Knollennase ist eine besonders auffällige Form der Rosacea, die Patienten extrem belasten kann. Aus Scham ziehen sich viele Betroffene zurück und meiden soziale Kontakte. 

So können Betroffene Vorurteile aufklären

Die einzig wirksame Methode gegen diese Vorurteile ist Aufklärung. Und das am besten immer sofort. Auch wenn Sie sich über Ihr Umfeld ärgern, denken Sie daran: Die meisten Vorurteile entstehen durch Unwissenheit. Menschen machen ungeschickte Bemerkungen, weil sie nicht wissen, dass Sie an einer Hautkrankheit leiden. Unpassende Reaktionen sind häufig unbewusst – und meistens sind sie den Menschen im Nachhinein sogar peinlich. Versuchen Sie also, nicht jeden Blick oder jede Äußerung als persönliche Kränkung zu werten. Oft hilft eine spontane und freundliche Information Ihrerseits, um die Situation aufzuklären und für beide Seiten zu entspannen. Wichtig ist aber, dass Sie Klarheit schaffen, insbesondere, wenn Sie sich im beruflichen Umfeld benachteiligt fühlen. Hier hilft ein offenes Gespräch über Ihre Krankheit mit Vorgesetzten und Kollegen, um Missverständnisse am Arbeitsplatz aus dem Weg zu räumen.

„Aktiv gegen Rosacea“ unterstützt Aufklärung und Dialog

Auch die Kampagne „Aktiv gegen Rosacea“ steht für Aufklärung und Information zu Rosacea. In Deutschlands größter Rosacea-Community bei Facebook sind inzwischen mehr als 10.800 Betroffene im täglichen Austausch.  Außerdem bietet die Kampagne mit ihrem Blog Wissenswertes zum Thema Rosacea und versucht mit Tipps und Neuigkeiten den Alltag von Rosacea-Betroffenen einfacher zu gestalten.

1 Daten liegen vor. Umfrage „Face Values: Global Perceptions“ 2013
2 Daten liegen vor. Galderma. Umfrage „Face Values: Global Perceptions“ 2013 – Ergebnisse Deutschland
3 Rosacea: Beyond the visible online report, BMJ Hosted Website (http://hosted.bmj.com/rosaceabeyondthevisible); letzter Zugriff: April 2019

 

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Mehr Informationen gibt es auch auf der Website von „Aktiv gegen Rosacea“ unter www.rosacea-info.de, bei FacebookYouTube und Instagram.

Über Rosacea

Rosacea (Rosazea) ist eine chronische Entzündung der Haut. Die charakteristischen Hautveränderungen (Rötungen, sichtbare Blutgefäße, Papeln und Pusteln) befinden sich vor allem in der Gesichtsmitte (Stirn, Nase, Wangen und Kinn). Meist tritt die Krankheit erstmals zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf, ist aber am häufigsten bei Männern und Frauen ab 30 Jahren zu beobachten. Gesichtsröte, die durch Auslöser wie Sonne, Sport, Alkohol, Wetterumschwünge und heißes Duschen begünstigt wird, hat häufig einen negativen Einfluss auf das Sozialleben der Patient:innen. Stechende, brennende und empfindliche Haut und Unverträglichkeit von Kosmetika treten häufig auf, manchmal sind auch die Augen von Rosacea betroffen: Sie werden rot, trocken und jucken.

Die Ursache von Rosacea ist noch ungeklärt. Expert:innen gehen davon aus, dass vielfältige Faktoren für die Hautkrankheit verantwortlich sind. Eine zentrale Rolle bei der Entstehung kommt nach heutigem Verständnis unter anderem lokalen Entzündungsreaktionen sowie einer Störung im angeborenen Immunsystem zu. Rosacea kann bis heute nicht geheilt werden, aber Medikamente zum Auftragen und Einnehmen sowie Laser-Behandlungen können die Symptome verringern. Patient:innen sollten außerdem ihre „Trigger“ meiden sowie Sonnenschutzmittel (LSF 30-50+) und sanfte Pflegeprodukte nutzen. Eine frühe Diagnose der Erkrankung kann außerdem den Verlauf abmildern. Betroffene, die mehr über Rosacea erfahren möchten, oder vermuten, an der Hauterkrankung zu leiden, können sich auf www.rosacea-info.de ausführlich informieren. Die Seite gibt einen Überblick über Rosacea, die Trigger und Symptome sowie zusätzliche Informationen zur Krankheit.

Über „Aktiv gegen Rosacea”

Laut aktueller Studienlage sind in Deutschland zwischen 2 – 12% der Bevölkerung von Rosacea betroffen – das sind bis zu 10 Mio. Menschen (weitere Infos unter rosacea-info.de/was-ist-rosacea). Doch viele wissen nicht, dass sie selbst, Angehörige oder Freunde von der Hauterkrankung betroffen sind. Um dies zu ändern, hat die Galderma Laboratorium GmbH zusammen mit dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V. und der Deutschen Rosazea Hilfe e.V. die deutschlandweite Aufklärungskampagne „Aktiv gegen Rosacea“ ins Leben gerufen. Diese verfolgt seit 2010 erfolgreich ihre Ziele: Gut informierte Rosacea-Patient:innen, die dank ihres Wissens eine frühzeitige Behandlung erhalten und den Alltag mit der Erkrankung besser meistern können, sowie mehr Verständnis für die Krankheit in der Öffentlichkeit.

Unter www.rosacea-info.de finden Ratsuchende und Interessierte ein breites Informationsangebot zu Ursachen, Diagnose und Therapie der Rosacea, zahlreiche Serviceangebote (zum Beispiel Hautärzt:innen-Suche, Rosacea-Schnelltest) sowie praktische Tipps von Dermatolog:innen und Kosmetik-Expert:innen zum Umgang mit der Krankheit im Alltag. Regelmäßige News sowie die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Betroffenen bietet „Aktiv gegen Rosacea“ mit einem eigenen Blog und einer Facebook-Seite, auf der Deutschlands größte Rosacea-Community im täglichen Dialog aktiv ist. Auch bei YouTube und Instagram ist die Kampagne vertreten.

Über Galderma

Galderma ist ein führendes Dermatologie-Unternehmen und in etwa 90 Ländern vertreten.
Wir bieten ein innovatives, wissenschaftlich fundiertes Portfolio von Premium-Marken und -Dienstleistungen an, das die gesamte Breite des schnell wachsenden Dermatologie Marktes abdeckt – von ästhetischen Injektionsbehandlungen über Hautkosmetik bis hin zur therapeutischen Dermatologie. Seit unserer Gründung im Jahr 1981 richten wir unser Engagement und unseren Fokus auf das größte Organ des menschlichen Körpers – die Haut – und erfüllen die individuellen Verbraucher und Patientenbedürfnisse in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Angehörigen der Gesundheitsberufe und mit überragenden Ergebnissen. Wir wissen, dass unsere Haut die eigene Lebensgeschichte prägt. Darum ist unser Ziel die Weiterentwicklung der Dermatologie – für jede Hautgeschichte.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.galderma.com


 

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